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Zapp-zapp Zerapp-rapp-rapp
Sieben!
Gierig greifen die vier Spieler Richtung Spielplanmitte, schnappen sich je zwei der dort bereitstehenden Rappelfässer, halten sie sich ans Ohr und rappeln, rappeln, rappeln. Links das
ist eindeutig zu schwer, rechts das zu leicht, also beide zurückstellen, zwei neue nehmen, links ist es wieder zu schwer, aber rechts, das könnte diesmal passen, also links zurück,
rechts festhalten, ich schaue auf, meine Mitspieler haben sich schon entschieden, dann der entscheidende Moment: die Auflösung. „Acht“ steht auf dem Boden meines Fässchens, also zu
hoch gepokert, ich bin raus und sehe in die Gesichter von Siegern: „sieben“, „fünf“ und „vier“ haben die anderen, dürfen also alle ziehen und mich wieder mal nach Hause
schicken.........
So
ungefähr kann´s gehen bei „Zapp Zerapp“, dem schwungvollen Horch-Spiel aus dem Hause Zoch. In der Mitte des Spielplans befinden sich 13 Rappelfässchen, die sich auf den ersten Blick
gleichen wie ein Ei dem anderen. Der entscheidende Unterschied liegt im Innenleben, das durch eine unterschiedliche Anzahl von (1 – 13) „magischen Steinen“ gebildet wird. Reihum wird
eine Zahl ausgewürfelt, der man durch die Auswahl des richtigen Fässchens möglichst nahe kommen muss. Dies geschieht nach den Regeln von „17 und 4“, das heißt, wer über der
ausgewürfelten Zahl liegt, scheidet aus, während – siehe Beispiel oben – bei einer “sieben“ auch eine „vier“ noch reicht, um vier Felder auf dem Rundkurs voranzukommen. Wer durch
schlechtes Schätzen ein- oder überholt wird, muss zurück auf sein Startfeld – Pech gehabt.
Das
ist eigentlich schon das wichtigste, was man über das Regelwerk von „Zapp Zerapp“ wissen muss, und diese Einfachheit der Regeln ist einer der großen Vorteile dieses Spiels, das
Kindern ebenso viel Spaß machen dürfte wie Erwachsenen. Die Altersangabe „ab 7“ kommt allemal hin, je nach Kind kann es auch schon ab 5 klappen. Sehr originell ist die Idee, Horch-
und Schätzfähigkeiten zur treibenden Kraft des Spiels zu machen. Die oben genannte Regel „Wer drüber ist, ist raus“ hilft zu verhindern, dass ein Mitspieler dominiert. Bei „Zapp
Zerapp“ ist nicht Grübeln und Planen gefragt, sondern Action, Tempo, Hektik. Die Zeitangabe von 30 Minuten kommt für zwei oder drei Spieler hin. Bei vier Spielern wird man öfter nach
Hause geschickt, so dass auch schnell eine Stunde vergehen kann. Für geübtere Spieler, die neue Herausforderungen suchen, gibt´s auch noch eine „Profiversion“.
Fazit:
tolle Idee, tolles Spiel. Gibt´s was auszusetzen ? Vielleicht das Problem, dass sich bei besonders heftigem Schütteln auch mal der Boden eines Fässchens lösen kann, so dass der Inhalt
in hohem Bogen durch die Gegend fliegt. Ein Ersatzfässchen liegt bei, wenn´s öfter passiert, muss man reklamieren. Das ist etwas ärgerlich für ein Spiel, das mit 59 DM nicht gerade
billig ist. Trotzdem: ich mag dieses Spiel – obwohl ich ständig verliere.....................
„Zapp Zerapp“, für 2 – 4 Spieler ab 7, Zoch-Verlag, cirka 30 €.
Burkhard Labusch
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